Chiara PIELER / 10. März 2025
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Sonnige, schneefreie Lagen besonders betroffen
Besonders gefährdet sind schneefreie, sonnseitige Hänge. Dort trifft trockene Vegetation aus dem Vorjahr – etwa Schlagabraum und vertrocknetes Gras – auf ideale Bedingungen für eine rasche Brandentwicklung. Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass gerade im Frühjahr höchste Vorsicht geboten ist.
Da rund 85 Prozent aller Waldbrände in Österreich auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen sind, rufen die Behörden zu besonderer Achtsamkeit auf. Bereits kleine Unachtsamkeiten, wie achtlos weggeworfene Zigaretten oder unsachgemäß entsorgte Asche, können schwerwiegende Folgen haben.
Verordnung verbietet offenes Feuer und Rauchen
Um die Waldbrandgefahr zu minimieren, haben die Bezirksverwaltungsbehörden in den meisten steirischen Bezirken eine Waldbrandverordnung erlassen. Diese untersagt unter anderem:
- Jegliches Hantieren mit offenem Feuer im Wald und in Waldnähe
- Das Rauchen im Wald sowie im Gefährdungsbereich des Waldes
- Das Entsorgen von Asche im Wald
Verstöße gegen die Verordnung werden streng geahndet. Wer gegen die Bestimmungen verstößt, muss mit Geldstrafen von bis zu 7.270 Euro oder Freiheitsstrafen von bis zu vier Wochen rechnen. Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Schäden verursachen Waldbrände hohe Kosten durch aufwändige Löscharbeiten, bei denen oft zahlreiche Feuerwehrkräfte und Hubschrauber im Einsatz stehen.
Appell zu besonderer Vorsicht
Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer warnt vor der Waldbrandgefahr und ruft zur Vorsicht auf: „Ich appelliere an alle Steirerinnen und Steirer, in den kommenden Tagen besondere Vorsicht in Bezug auf Brandgefahren walten zu lassen! Unsere Wälder sind aktuell besonders trocken, sodass schon vermeintlich kleine Unachtsamkeiten verheerende Folgen für die Sicherheit der Steirerinnen und Steirer, deren Hab und Gut und unsere Wälder als Grundlage von Wirtschaft und Arbeit haben können!“
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