Gastronomie fordert klare Regelung für Trinkgeld

In der burgenländischen Gastronomie sorgt die Besteuerung von Trinkgeldern für Unmut. Immer mehr Gäste zahlen Trinkgelder bargeldlos. Dadurch können für die Mitarbeiter:innen zusätzliche Sozialabgaben anfallen. Burgenlands Wirte-Sprecher Matthias Mirth fordert eine gesetzliche Regelung, um Arbeitnehmer:innen und Unternehmer:innen zu entlasten.

Nicole MATSCH / 10. März 2025

Matthias Mirth, Obmann Fachgruppe Gastronomie Burgenland

Gastronomie fordert Steuerfreiheit für Trinkgelder

Trinkgelder sind für viele Gäste eine Möglichkeit, guten Service zu würdigen. In der Gastronomie sind sie eine wichtige Einnahmequelle für Mitarbeiter:innen. Doch die bargeldlose Zahlung führt zunehmend zu steuerlichen und bürokratischen Hürden. „Trinkgelder sind freiwillige Zuwendungen von Gästen für guten Service. Sie sind eine Wertschätzung für die Arbeit der Mitarbeiter in der Dienstleistungsbranche und sollten daher nicht durch Steuern und Abgaben belastet werden“, betont Mirth.

Eine Steuer- und Abgabenbefreiung würde nicht nur die finanzielle Situation der Mitarbeiter:innen verbessern, sondern auch den bürokratischen Aufwand für Unternehmen verringern. Laut Mirth könnte sich die neue Regierung durch eine klare Regelung als Vorreiterin beim Bürokratieabbau positionieren.

Kritik an Anpassungen der ÖGK

Die Gastronomiebranche sieht dringenden Handlungsbedarf. Mirth fordert schnelle Lösungen, um den Beruf attraktiver zu machen und die Wirtschaft zu entlasten. Der bürokratische Aufwand wächst, die Frustration bei Mitarbeiter:innen und Unternehmer:innen steigt.

„Die Trinkgeldpauschale sollte ursprünglich eine Erleichterung für Unternehmen sein. Dass die ÖGK nun Anpassungen vornimmt und hohe Rückforderungen verlangt, ist nicht hinzunehmen und nicht verständlich, da das Trinkgeld sowieso vom versteuerten Einkommen der Gäste kommt!“, kritisiert Mirth.

Die Branche erwartet von der Politik eine rasche Entscheidung, um die Situation für Mitarbeiter:innen und Betriebe zu verbessern.

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