HPV-Roadshow startet an burgenländischen Schulen

Zum Internationalen HPV-Tag startet die Krebshilfe Burgenland gemeinsam mit dem Land Burgenland eine HPV-Roadshow an Schulen. Ziel ist es, über die Schutzimpfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) aufzuklären und die Impfquote zu erhöhen. Ein Impfbus bietet niederschwellige Informationen und eine direkte Impfmöglichkeit.

Nicole MATSCH / 4. März 2025

Andrea Konrath, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe Burgenland, Dr.in Edmira Bekto, Präsidentin-Stellvertreterin der Österreichischen Krebshilfe Burgenland, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Dr.in Michaela Klein, Präsidentin der Österreichischen Krebshilfe Burgenland.

Mobile Aufklärung und Impfung für Schülerinnen und Schüler

Am 5. März beginnt die landesweite HPV-Roadshow mit einem mobilen Impfbus, der Schulen im gesamten Burgenland besucht. Das Projekt umfasst einen Informationstag, gefolgt von einem Impftag zwei Wochen später. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betont die Bedeutung der Kampagne: „Die HPV-Impfung ist eine wichtige Maßnahme in der Krebsvorsorge. Der Impfbus der Krebshilfe Burgenland wird junge Menschen niederschwellig erreichen, damit wird ein essentieller Schritt in der Gesundheitsvorsorge gesetzt.“

Laut Dr. Michaela Klein von der Krebshilfe Burgenland kann die HPV-Impfung das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um bis zu 95 Prozent senken. Ziel sei es, das Bewusstsein für die Schutzimpfung zu stärken und den Zugang dazu zu erleichtern. Zudem fordert die Krebshilfe einen kostenlosen HPV-Test als zusätzliche Präventionsmaßnahme. Mag. Andrea Konrath hebt hervor: „Gerade in höheren Schulen ist Aufklärung entscheidend. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen vermitteln, sondern ihnen auch aktiv die Möglichkeit bieten, sich impfen zu lassen.“

Kostenlose und vergünstigte Impfangebote

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Durchimpfungsrate von 90 Prozent, um Gebärmutterhalskrebs weltweit einzudämmen. In Österreich liegt die Impfquote der bis 15-Jährigen aktuell bei etwa 40 Prozent. HPV kann neben Gebärmutterhalskrebs auch Analkrebs, Peniskrebs und Rachen-/Mundhöhlenkrebs verursachen. Besonders letzterer tritt häufig bei Männern auf.

Dr. Edmira Bekto von der Krebshilfe Burgenland ruft deshalb zur Impfung auf: „Wir rufen alle Eltern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, diese einmalige Chance zu nutzen und sich gegen HPV impfen zu lassen.“ Bis Ende 2025 ist die HPV-Impfung in Österreich für alle Personen bis zum 30. Lebensjahr kostenlos.

Für ältere Personen gibt es im Burgenland ein vergünstigtes Impfangebot. Ein Pilotprojekt seit 2019 ermöglicht es, den Impfstoff auch nach Vollendung des 30. Lebensjahres zu einem reduzierten Preis zu erhalten. Landeshauptmann Doskozil unterstreicht: „Unser Ziel war und ist es, einen breiteren Zugang zur HPV-Impfung für alle Burgenländerinnen und Burgenländer zu schaffen.“

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