Mehr Brandeinsätze in Wohngebäuden im Burgenland

Die Zahl der Brandeinsätze in Wohngebäuden ist im Burgenland im Jahr 2024 um 12 Prozent gestiegen. Insgesamt gab es 184 Einsätze, wie der Burgenländische Landesfeuerwehrverband meldet.

Nicole MATSCH / 26. Feber 2025

Die Brandverhütungsstelle Burgenland beantwortet gemeinsam mit dem Fachbereich Eigentumsschutz im KFV die wichtigsten Fragen zum Thema Wohnhausbrände. Im Bild: Dr. Armin Kaltenegger (Leiter des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV, li.) mit Ing. Martin Mittnecker (Leiter der Brandverhütungsstelle im Landesfeuerwehrverband Burgenland)

Feuerwehren rücken im Burgenland häufiger zu Wohnungsbränden aus

Im Jahr 2024 wurden die Feuerwehren im Burgenland zu 184 Wohnungsbränden gerufen. Ein Feuer stellt Betroffene oft vor große Herausforderungen. Laut einer Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) hätten 27 Prozent der Befragten heute eine andere Reaktion gezeigt. Die Burgenländische Brandverhütungsstelle und das KFV informierten in Eisenstadt über den richtigen Umgang mit Bränden und vorbeugende Maßnahmen.

Mehr Wohnungsbrände trotz allgemeinem Rückgang in Österreich

Insgesamt hatten die burgenländischen Feuerwehren im Vorjahr 1.303 Brandeinsätze. Das ist ein Anstieg von 6 Prozent. Besonders oft kam es zu Bränden in Büros, Gewerbebetrieben und öffentlichen Gebäuden. Der größte prozentuale Anstieg wurde jedoch bei Wohngebäuden verzeichnet. Hier musste die Feuerwehr rechnerisch jeden zweiten Tag ausrücken. „Wir werden wieder eine Informationsbroschüre herausgeben, um das Bewusstsein für das richtige Verhalten im Brandfall zu schärfen“, erklärte Ing. Martin Mittnecker, Leiter der Brandverhütungsstelle.

Während die Einsätze im Burgenland zunahmen, ging die Zahl der Wohnungsbrände in Österreich (ohne Vorarlberg) um 5 Prozent zurück. 7.096 Einsätze wurden gemeldet. Dr. Armin Kaltenegger vom KFV weist darauf hin, dass nicht alle Brände von der Feuerwehr erfasst werden: „Viele kleinere Brände können von Bewohnern selbst gelöscht werden, doch es gibt noch großen Aufklärungsbedarf.“

Brände häufig in der Küche – viele nutzen Feuerlöscher nicht

Laut KFV-Studie wurden 3.717 Österreicher befragt, von denen 14 Prozent bereits einen Brand in ihrem Wohnhaus erlebt haben. Die häufigsten Brandursachen liegen in der Küche (44 Prozent), gefolgt vom Wohnzimmer (11 Prozent) und dem Keller (7 Prozent). 30 Prozent der Betroffenen bemerkten den Brand durch Geruch, jedoch hatten nur 53 Prozent einen Rauchwarnmelder installiert. Nach dem Brand stieg diese Zahl aber deutlich an.

Dr. Kaltenegger weist darauf hin, dass Rauchwarnmelder in vielen Bundesländern nur bei Neubauten verpflichtend sind. „Die freiwillige Anschaffung ist jedoch sehr empfehlenswert“, betont er. Die Geräte kosten ab 20 Euro und können Leben retten. Um Missverständnisse zu vermeiden, stellt das KFV eine Informationsbroschüre zur Verfügung.

Auch Feuerlöscher haben Betroffene oft nicht eingesetzt. Denn 31 Prozent der Befragten hatten keinen, und weitere 7 Prozent waren sich unsicher. Obwohl 62 Prozent der Haushalte einen Feuerlöscher besaßen, wurde dieser in 44 Prozent der Fälle nicht benutzt. Außerdem würden 27 Prozent der Brandopfer ihr Verhalten im Brandfall ändern.

Experten geben Tipps zum richtigen Umgang mit Feuerlöschern

Der Sachverständige Ing. Andreas Braunstein erklärte in Eisenstadt, wie Feuerlöscher richtig benutzt werden. „Man sollte niemals gegen die Windrichtung löschen, um giftige Dämpfe nicht einzuatmen“, riet er. Mehrere Helfer sollten Feuerlöscher gleichzeitig einsetzen, um ein Feuer schneller zu ersticken. Zudem sollte der gelöschte Bereich weiter beobachtet werden, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Besonders gefährlich sind Fettbrände. „Wenn heißes Öl im Topf Feuer fängt, kann ein Deckel helfen, das Feuer zu ersticken“, erklärt Ing. Mittnecker. Hat sich das Feuer jedoch bereits ausgebreitet, sollte sofort die Feuerwehr unter 122 alarmiert werden. Eine Fettexplosion kann entstehen, wenn Wasser auf brennendes Öl gegossen wird. Nur spezielle Fettbrandlöscher der Kategorie F eignen sich für solche Brände.

Laut der KFV-Studie kennen 16 Prozent der Befragten die Notrufnummer der Feuerwehr nicht oder verwechseln sie mit anderen Notrufnummern. Experten raten, wichtige Notfallnummern im Handy zu speichern.

Maßnahmen zur Brandprävention

  • Rauchwarnmelder in jedem Wohnraum und jeder Etage installieren
  • Feuerlöscher griffbereit halten und den Umgang damit üben
  • Defekte Elektrogeräte und Kabel austauschen
  • Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen
  • Brennende Kerzen von brennbaren Materialien fernhalten
  • Fluchtwege freihalten
  • Bei einem Brand Ruhe bewahren und Feuerwehr alarmieren
  • Eigenes Leben nicht riskieren, Menschenrettung hat Vorrang
  • Weitere Informationen zur Brandprävention stellt das KFV unter www.kfv.at/rauchwarnmelder zur Verfügung.
  • Rauchwarnmelder in jedem Wohnraum und jeder Etage installieren
  • Feuerlöscher griffbereit halten und den Umgang damit üben
  • Defekte Elektrogeräte und Kabel austauschen
  • Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen
  • Brennende Kerzen von brennbaren Materialien fernhalten
  • Fluchtwege freihalten
  • Bei einem Brand Ruhe bewahren und Feuerwehr alarmieren
  • Eigenes Leben nicht riskieren, Menschenrettung hat Vorrang

Weitere Informationen zur Brandprävention stellt das KFV unter www.kfv.at/rauchwarnmelder zur Verfügung.

Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV)

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