Stadtgemeinde Hartberg hat Bauhof aufgerüstet

Die Stadtgemeinde Hartberg hat die zweite notfallresiliente Photovoltaikanlage am Bauhof fertiggestellt. Damit ist eine weitere Maßnahme zur Absicherung bei Stromausfällen umgesetzt.

Nicole MATSCH / 7. Februar 2025

Feuerwehrkommandant HBI Hannes Böchheimer, Stadtwerke Geschäftsführer Christoph Ehrenhöfer, Bürgermeister Marcus Martschitsch und Bauhofleiter Franz Kneissl (ab 3. v. li.) am Bauhof der Stadtgemeinde Hartberg.

„Die erste Anlage mit einer Leistung von fast 500 kWp auf der Stadtwerke-Hartberg-Halle dient mit ihrer Notstromversorgung als Anlaufstelle für die Bevölkerung! Die Anlage auf dem Bauhof versorgt die Zentrale der Einsatzkräfte bei einem großflächigen Stromausfall oder anderen Katastrophen“, erklärt Bürgermeister Marcus Martschitsch.
So ist auch sichergestellt, dass die umfangreiche E-Fahrzeug-Flotte der Stadtgemeinde immer aufgetankt und somit einsatzbereit ist.

Leistung verdreifacht und volle Einsatzfähigkeit gesichert

Die bisherige Solaranlage mit 92 kWp wurde um 190 kWp erweitert und erreicht nun 282 kWp. Jährlich werden damit rund 300.000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt, wodurch der Bauhof seinen gesamten Jahresstrombedarf deckt. Ein 60-Kilowattstunden-Speicher und ein Notstromaggregat sichern die Energieversorgung bei Ausfällen. So bleibt der Bauhof stets betriebsbereit und dient in Notlagen auch als Koordinationszentrum für die Einsatzkräfte.
„Die Bezirkshauptstadt ist somit für alle Ernstfälle gerüstet“, betont der Hartberger Feuerwehrkommandant HBI Hannes Böchheimer und freut sich besonders über ein E-Einsatzfahrzeug im Fuhrpark.

Finanzierung durch Förderungen gesichtert

Die gemeindeeigenen Betrieben setzten das Projekt um und die Stadtwerke Hartberg übernahmen die Installation. Die Kosten belaufen sich auf 315.000 Euro. Davon stammen 100.000 Euro aus der Klima- und Energie-Modellregion Hartberg und weitere 100.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm. Damit trägt die Gemeinde nur ein Drittel der Kosten.

Hartberg setzt konsequent auf erneuerbare Energien. „Die Stadtgemeinde Hartberg produziert durch die Kraft der Sonne mit diesen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 2.300 kWp über 2.500.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr. Das entspricht dem Bedarf von 700 Haushalten“, so Bürgermeister Martschitsch.

Bereits seit 30 Jahren ist Hartberg Klimabündnis-Gemeinde und treibt den Ausbau erneuerbarer Energien kontinuierlich voran. Im unermüdlichen Einsatz dafür ist Klima- und Energie-Modellregion-Manager Anton Schuller. Er sagt: „Seit 2014 sind das Rathaus und alle städtischen Einrichtungen CO2-neutral. Gas- oder Ölheizungen werden nicht mehr genutzt.“

Auch im Verkehrsbereich setzt Hartberg auf Nachhaltigkeit. Seit 2019 entstanden knapp vier Kilometer neue Radwege sowie zwei Unterführungen. „Als Bezirkshauptstadt wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass Klimaschutz, Energieautarkie und Wirtschaftlichkeit miteinander vereinbar sind“, betont Martschitsch und fügt hinzu, dass er sich Nachahmer wünsche, denn: „Die Kraft der Sonne ist völlig kostenlos.“

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