Nicole MATSCH / 3. März 2025
© Dall-E generiert
Neue Regelung soll gefährliche Hundeattacken verhindern.
Seit Jahren wurde diese Art der Ausbildung kritisiert und ihr Verbot gefordert. Die GRÜNEN begrüßen die Entscheidung und sehen im Verbot von Beiß- und Angriffstraining für Hunde eine notwendige Konsequenz aus vergangenen Angriffen.
Neue Verordnung untersagt gezieltes Angriffstraining
Die Novelle der Hundeausbildungsverordnung verbietet jegliches Training, das darauf abzielt, Hunde auf Angriffe gegen Menschen vorzubereiten. “Hunde, die zu einer Angriffswaffe abgerichtet werden, sind eine Gefahr für völlig unbeteiligte Passant:innen. Das hat der tödliche Angriff auf eine Joggerin in Oberösterreich deutlich gezeigt. Tierschutzminister Johannes Rauch hat mit dem Verbot des Beiß- und Angriffstrainings nun die richtigen Konsequenzen gezogen – zum Wohl von Menschen und Tieren”, sagt die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin und Landesrätin für Tierschutz, Anja Haider-Wallner.
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter der Grünen Burgenland, sieht das genau so und ergänzt: „Tierschutzminister Rauch hat der Blockade der ÖVP nun ein Ende gesetzt.“
Laut Spitzmüller führt Beiß- und Angriffstraining nicht nur zu gefährlichen Angriffen, sondern auch zu gesundheitlichen Schäden bei den Tieren. Gelenke, Wirbelsäule und Kiefer leiden unter den Belastungen des Beißtrainings. „Dieses Tierschutz-Problem wird nun endlich gelöst!“, so Spitzmüller weiter.
Ausbildung von Diensthunden bleibt erlaubt
Die neue Regelung stellt klar, dass Trainingsmethoden wie das Verbeißen in Schutzärmel oder Schutzanzüge verboten sind. Die Ausbildung von Diensthunden bleibt jedoch weiterhin möglich. Ebenso dürfen spielerische Aktivitäten wie Apportieren oder Agility weiterhin durchgeführt werden.
Tierschutzminister Johannes Rauch hatte die Verordnung bereits vor dem vergangenen Sommer dem bisherigen Koalitionspartner ÖVP übermittelt. Dort hatte laut Grünen bisher eine Lobby angeblicher Hundesportvereine eine Blockade erzwungen. Nun ist die rechtliche Grundlage geschaffen, um gefährliche Angriffstrainings zu unterbinden.
Update: 3. März 2025, 19:28 Uhr
Scharfe Kritik kommt vom Österreichischen Kynologenverband . Dieser sieht in der Verordnung einen Angriff auf den Hundesport.
Der ÖKV werde „alle rechtlichen und politischen Mittel ausschöpfen, um diesen massiven Angriff auf den Gebrauchshundesport und die Hundezucht zu bekämpfen“, so ÖKV-Präsident Philipp Ita.
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